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Schulsystem

Schulleistungsstudien

Schüler schreiben im Unterricht mit.

1997 sind in Deutschland mit dem Konstanzer Beschluss die Bildungsergebnisse im Sinne der Kompetenzentwicklung stärker in den Blick genommen worden (sog. „empirische Wende“). Seither wird regelmäßig und systematisch untersucht, welche Bildungsziele unter welchen Rahmenbedingungen von bestimmten Altersgruppen in verschiedenen Fächergruppen erreicht werden. Beginnend im Jahr 2000 mit der Teilnahme an PISA, der bekanntesten internationalen Vergleichsstudie, finden regelmäßig weitere große Schulleistungsstudien statt. Beispielsweise wird seit 2009 im innerdeutschen Vergleich das Erreichen der bundesweiten Bildungsstandards regelmäßig vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) überprüft.

Durchführung und Teilnahme an Schulleistungsstudien setzen klare Maßstäbe voraus. Während die, hier die IQB-Bildungstrend-Studien (s. unten) als nationale Schulleistungsstudien die von der Kultusministerkonferenz (KMK) entwickelten und bundesweit eingeführten Bildungsstandards als Maßstab ansetzen, basieren die internationalen Schulleistungsstudien, wie PISA, auf Lehrplaninhalten, wie z. B. das Lösen quadratischer Gleichungen, die weltweit behandelt werden. 

Die Teilnahme an den nationalen und internationalen Studien bildet auch ein wesentliches Element der auf abgesicherten Daten und statistischen Kennziffern beruhenden Bildungsberichterstattung.

Bildungstrend des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)

Der Ländervergleich ist eine von mehreren Maßnahmen, die die Kultusministerkonferenz in ihrer Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring beschlossen hat. Ziel des Ländervergleichs ist es festzustellen, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die nationalen Bildungsstandards erreichen und an welchen Stellen Steuerungsbedarf besteht. Der Ländervergleich wird in der Primarstufe in der Regel alle fünf Jahre in Deutsch und Mathematik und in der Sekundarstufe I alle drei Jahre alternierend in den Fächergruppen Deutsch, Englisch und Französisch einerseits sowie Mathematik, Biologie, Chemie und Physik andererseits durchgeführt. Die Ergebnisse dienen den Ländern als Rückmeldungen über das von Schülerinnen und Schülern erreichte Kompetenzniveau in den getesteten Bereichen und liefern Anhaltspunkte dafür, inwieweit die von ihnen umgesetzten Maßnahmen positive Entwicklungen ausgelöst haben und in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht. Der Vergleich ist Teil eines umfassenden Systems von Lernstandserhebungen, das zusammen mit einer kompetenzorientierten Unterrichtsentwicklung auf die Sicherung von Bildungsqualität abzielt. Die Ergebnisse werden auf der Ebene der Schulsysteme der Länder ausgewertet.

IGLU - Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung

Mit PIRLS/IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) wird das Lesevermögen von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe international vergleichend getestet. 2001 fand die erste IGLU-Erhebung statt, 2006, 2011, 2016 und 2021 wurde IGLU erneut durchgeführt, in Deutschland lag zuletzt die wissenschaftliche Leitung bei Professorin Nele McElvany vom Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität Dortmund.

TIMSS - Trends in International Mathematics and Science Study

TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) ist eine international vergleichende Schulleistungsuntersuchung, die seit 1995 im vierjährigen Turnus von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) durchgeführt wird. TIMSS erfasst das mathematische und naturwissenschaftliche Grundverständnis von Schülerinnen und Schülern am Ende der 4. Jahrgangsstufe. TIMSS ergänzt die internationale Lesestudie IGLU um die Domänen Mathematik und Naturwissenschaften. Hauptziel dieser Grundschulstudie ist die Beschreibung und Erklärung der mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundbildung von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe. In Deutschland liegt die wissenschaftliche Leitung seit 2017 bei Prof. Dr. Knut Schwippert von der Universität Hamburg.

PISA

Das "Programme for International Student Assessment" (PISA) ist die internationale Schulleistungsstudie der OECD. Die Studie untersucht alle 3 Jahre (zuletzt 2022 pandemiebedingt nach 4 Jahren), inwieweit 15-jährige Schülerinnen und Schüler gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften die Kenntnisse und Fähigkeiten für eine volle Teilhabe an der Wissensgesellschaft erworben haben. Weitere Hinweise: OECD/PISA

Weiterführende Informationen

 

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