Frühkindliche Bildung
  • 25.08.2020

Stellungnahme „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“

Ein kleiner Junge zieht sich seine Schuhe an.

Im „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung belegt Baden-Württemberg erneut einen guten Platz. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann freut sich über das Ergebnis und sagt: „Wir stehen im Bundesvergleich gut da. Das ist aber kein Grund uns auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. Mit dem Pakt für gute Bildung und Betreuung fördern wir dauerhaft die frühkindliche Bildung und werden die Qualität konsequent weiterentwickeln.“

Die Bertelsmann Stiftung stellt Baden-Württemberg im aktuellen „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ erneut ein gutes Zeugnis aus. Die pädagogische Personalausstattung sei in Baden-Württemberg in den Kindergärten bundesweit am besten, in den Krippen belege das Land den zweiten Platz. Eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft ist hierzulande im Schnitt für 3,1 Krippen- oder 6,9 Kindergartenkinder zuständig. Demnach zählt Baden-Württemberg im Ländervergleich gemessen am Personalschlüssel weiterhin zu den Spitzenreitern.

„Wir haben uns in Baden-Württemberg in dieser Legislatur dafür entschieden, ganz erheblich in die Qualität der frühkindlichen Bildung zu investieren. Wir sehen uns durch die Studie einmal mehr in der Schwerpunktsetzung auf Qualität in der frühkindlichen Bildung und Betreuung bestätigt“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und fügt an: „Wir stehen im Bundesvergleich gut da. Das ist aber kein Grund uns auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. Mit dem Pakt für gute Bildung und Betreuung fördern wir dauerhaft die frühkindliche Bildung und werden die Qualität konsequent weiterentwickeln.“

Mit dem Pakt für gute Bildung und Betreuung setzt das Land jährlich und dauerhaft 80 Millionen Euro zusätzlich für die frühkindliche Bildung ein. Insgesamt investiert das Land aktuell mehr als 1,9 Milliarden Euro jährlich in die frühkindliche Bildung. Der Pakt umfasst eine Ausbildungsoffensive für Fachkräfte, ein neues Konzept für eine verlässliche sprachliche und elementare Förderung, eine stärkere Unterstützung der Inklusion, eine Weiterentwicklung der Kooperation Kindertageseinrichtung - Grundschule, eine finanzielle und qualitative Stärkung der Kindertagespflege sowie das neue „Forum frühkindliche Bildung“, das die pädagogische Arbeit in Kitas und in der Kindertagespflege, die individuelle Förderung aller Kinder, die Unterstützung der Kitas und der Kindertagespflege in ihrer Arbeit und die praxisorientierte Forschung in der Frühpädagogik im Land unterstützen und qualitativ voranbringen soll.

Das Land Baden-Württemberg hat sich außerdem dafür entschieden, aufbauend auf den Pakt für gute Bildung und Betreuung die Bundesmittel des Gute-Kita-Gesetz ausschließlich für qualitative Maßnahmen zu verwenden. Beispielsweise dafür, um Leitungszeit in Kitas zu gewähren, Qualitätsverbesserungen in der Kindertagespflege umzusetzen sowie Fachkräfte zu gewinnen und auszubilden.

„Wir haben die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Und auch jetzt investieren wir über unseren Pakt für gute Bildung und Betreuung sowie das Gute-Kita-Gesetz des Bundes ganz bewusst in eine Fachkräfteoffensive“, betont die Kultusministerin. So sollen durch eine Ausbildungspauschale als Anreiz für Kita-Träger, zusätzliche Plätze im Rahmen der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) zur Verfügung zu stellen, deutlich mehr Auszubildende gewonnen werden. Das Bundesprogramm zur Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher sowie die von Baden-Württemberg gewählten Handlungsfelder im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes geben der Ausbildungsoffensive einen zusätzlichen Schub. Damit können aktuell bereits knapp 430 Ausbildungsplätze gefördert werden. Ab Herbst sollen rund 660 Plätze hinzukommen.

Auch in den Maßnahmen zur Stärkung der Kita-Leitungen sieht sich das Land durch die Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt. „Wir setzen zum einen darauf, den Kita-Leitungen mehr Zeit zur Leitung der eigenen Einrichtung zur Verfügung zu stellen und zum anderen darauf, die Kita-Leitungen durch Weiterbildungen zu stärken. Das macht den Beruf der Kita-Leitung in Baden-Württemberg noch einmal attraktiver“, so Eisenmann. Seit 1. Januar 2020 erhalten alle Kitas über das Gute-Kita-Gesetz unabhängig von der Größe und der Anzahl ihrer Gruppen einen Grundsockel von sechs Stunden pro Woche für die Erfüllung der pädagogischen Kernaufgaben. Bei Kitas mit zwei Gruppen oder mehr werden zusätzlich zwei Stunden Leitungszeit pro Gruppe und Woche gewährt. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Förderung der Kita-Leitungen sind Weiterqualifizierungen zu den Kernbereichen pädagogischer Leitungsaufgaben, die die Kita-Leitungen in Anspruch nehmen können.

„Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung

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