Verordnung

Regelungen zu Gottesdiensten, weiteren religiösen Veranstaltungen und Bestattungen

Eine leere Kirche

Auf dieser Seite finden Sie wichtige Fragen und Antworten sowie die aktuell gültige Verordnung über religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen für Baden-Württemberg.

Bundesweiter Lockdown

HINWEIS: Aufgrund steigender Infektionszahlen haben der Bund und die Länder ab dem 16. Dezember 2020 einen bundesweiten Lockdown beschlossen. Dieser wurde zwischenzeitlich mehrfach verlängert. Zuletzt haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 10. Februar 2021 entschieden, die bundesweiten Einschränkungen bis einschließlich 7. März 2021 zu verlängern

Allgemeine Corona-Verordnung hat Vorrang

Die Vorschriften Bestimmungen der §§ 1b bis 1h der allgemeinen Corona-Verordnung der Landesregierung haben ab dem 16. Dezember Vorrang vor den übrigen Regelungen der Corona-Verordnung und der bisherigen aufgrund der Corona-Verordnung erlassenen Rechtsverordnungen, soweit diese abweichende Vorgaben enthalten. Die Corona-Verordnungen des Kultusministeriums sind davon abgesehen jedoch weiterhin gültig.

Die Regelungen in Bezug auf religiöse Veranstaltungen sowie Veranstaltungen bei Todesfällen ergeben sich aus § 1c, § 1g, § 1i und § 12 Abs. 1 und Abs. 2 der CoronaVO sowie aus der Verordnung des Kultusministeriums über Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie Veranstaltungen bei Todesfällen, die aufgrund von § 21 Abs. 1 Corona-Verordnung der Landesregierung fortgilt.

Erläuterungen zu Gottesdiensten, religiösen Veranstaltungen und Bestattungen

Hinweis: Neue Fragen- und Antwortblöcke werden sieben Tage lang nach ihrer Veröffentlichung mit drei Sternchen (***) markiert. 

Welche zusätzlichen Regelungen gelten ab dem 1. Februar 2021?

Muss bei religiösen Veranstaltungen und bei Veranstaltungen anlässlich von Todesfällen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden?

Müssen Kinder unter 14 Jahren während religiöser Veranstaltung und bei Veranstaltungen anlässlich von Todesfällen eine Maske tragen?

Muss eine religiöse Veranstaltung angezeigt werden?

Muss eine Bestattung angezeigt werden?

Müssen Kinder unter 14 Jahren während religiöser Veranstaltung eine Maske tragen?

Darf man das Haus verlassen, um an einer zulässigen Veranstaltung zur Religionsausübung oder an einer Veranstaltung anlässlich eines Todesfalls teilzunehmen?

Ist es erforderlich, dass sich Teilnehmer vorher anmelden?

Wie viele Personen können an Gottesdiensten und vergleichbaren religiösen Veranstaltungen in Gebäuden teilnehmen?

Wie viele Personen können an Gottesdiensten und vergleichbaren religiösen Veranstaltungen im Freien teilnehmen? 

Wie viele Personen können an Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten im Freien teilnehmen?

Inwiefern können örtliche Behörden engere Vorgaben machen?

Ist eine Kelchkommunion zulässig?

Ist ein Hygienekonzept auch bei Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten erforderlich?

Wem ist das Infektionsschutzkonzept vorzulegen?

Müssen bei religiösen Veranstaltungen und Bestattungen die Daten der Teilnehmenden erfasst werden?

Wie sind die für religiöse Veranstaltungen genutzten Räume zu desinfizieren?

Was passiert bei Verstößen gegen die Vorschriften der CoronaVO?

Welche Hygieneanforderungen gelten bei religiösen Veranstaltungen und Bestattungen?

Wer darf nicht an religiösen Veranstaltungen und Bestattungen teilnehmen?

Welche Regelungen gelten für Feiern und andere Zusammenkünfte, die im Anschluss an religiöse Veranstaltungen oder Bestattungen stattfinden?

Darf bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen gesungen oder musiziert werden?

Darf eine Traueranzeige mit Angabe von Ort und Zeit der Bestattung veröffentlicht werden?

Aktuelle Verordnung über die Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie Veranstaltungen bei Todesfällen

Nachfolgend finden Sie die konsolidierte Fassung der CoronaVO religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen in ihrer ab dem 20. Oktober 2020 gültigen Fassung.

Verordnung des Kultusministeriums über Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie Veranstaltungen bei Todesfällen
(Corona-Verordnung religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen – CoronaVO religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen)

Vom 15. Oktober 2020
(in der ab 20. Oktober 2020 gültigen Fassung)

Auf Grund von § 12 Absatz 3 der Corona-Verordnung (CoronaVO) vom 23. Juni 2020 (GBl. S. 483), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 9. Oktober 2020 (GBl. S. 787) geändert worden ist, wird verordnet:

§ 1
Anwendungsbereich

Für religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen gelten auf Grund von § 12 Abs. 1 und 2 CoronaVO die Vorgaben in §§ 2, 4 und 7 CoronaVO sowie bei religiösen Veranstaltungen in § 5 CoronaVO. Von der allgemeinen Abstandsregel nach § 2 CoronaVO ausgenommen sind Personen, die in gerader Linie verwandt, Geschwister und deren Nachkommen sind oder dem eigenen Haushalt angehören.

Im Fall der Pandemiestufe einer landesweiten 7-Tage-Inzidenz von über 35 Neuinfektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) pro 100.000 Einwohner gelten für religiöse Veranstaltungen und für Veranstaltungen bei Todesfällen neben § 12 Abs. 1 und 2 CoronaVO die weiteren Vorgaben zum Infektionsschutz in § 2 dieser Verordnung. Das Erreichen der Pandemiestufe wird durch das Ministerium für Soziales und Integration auf der Grundlage der Infektionsdaten des Landesgesundheitsamts festgestellt.

§ 2
Vorgaben zum Infektionsschutz im Fall der Pandemiestufe einer 7-Tage-Inzidenz von über 35/100.000 Einwohner

Im Fall der Pandemiestufe einer landesweiten 7-Tage-Inzidenz von über 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelten für religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen bei Todesfällen neben den Vorgaben in § 12 Abs. 1 und 2 CoronaVO die folgenden Vorgaben:

  1. Für religiöse Veranstaltungen im Freien gilt die Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden von 500 Personen. Für Veranstaltungen im Freien bei Todesfällen gilt die Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden von 100 Personen.
  2. Wer eine Veranstaltung abhält, hat nach § 6 CoronaVO die Daten von Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausschließlich zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber den zuständigen Behörden nach §§ 16, 25 IfSG zu erheben und zu speichern. Die Daten sind auf Verlangen den zuständigen Behörden zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist.
  3. Den Veranstaltern wird empfohlen, für die Teilnahme an der Veranstaltung eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorzusehen.
  4. Auch für Veranstaltungen bei Todesfällen nach § 12 Abs. 2 CoronaVO muss ein zuvor erstelltes Hygienekonzept gemäß § 5 CoronaVO bestehen.

§ 3
Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

Stuttgart, den 15. Oktober 2020

gez. Michael Föll 
Ministerialdirektor

Allgemeine Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen

Aktuelle Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung)

Eine Übersicht über sämtliche Verordnungen der Landesregierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandmie finden Sie hier.

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