Digitalisierung

Digitale Bildungsplattform

Das Kultusministerium arbeitet an einer Digitalten Bildungsplattform: Foto: clipdealer


Das Land Baden-Württemberg arbeitet derzeit am Aufbau einer digitalen Bildungsplattform. Mit diesem IT-Projekt soll die Digitalisierung an den Schulen unterstützt und gestärkt werden. Der Aufbau der Plattform ist dabei in drei Phasen unterteilt.

In einer ersten Phase, die im April 2019 begonnen hat und bis Herbst 2020 dauern soll, ist es das Ziel, Basiskomponenten bereitzustellen. Dazu zählen ein Identitätsmanagement für die Anmeldung zur Nutzung der Dienste, ein Lernmanagementsystem, eine dienstliche E-Mail-Adresse für Lehrkräfte und ein sicherer Instant Messenger für die unkomplizierte Kommunikation zwischen Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern über schulische Themen. 

Da es sich bei der Bildungsplattform um ein komplexes IT-Projekt handelt, wird das Kultusministerium Schritt für Schritt vorgehen, die einzelnen Komponenten der digitalen Bildungsplattform ausgiebig testen und bestehende digitale Lösungen an den Schulen beim Aufbau der Bildungsplattform berücksichtigen. 

Als ein wichtiger Baustein der Plattform wird von Herbst 2019 an ein sicherer Instant Messenger für Schulen in eine dreimonatige Pilotphase mit zwölf Schulen und rund 1.000 Schülerinnen und Schülern gehen. Bei dem Pilotversuch kommt ein Messenger zum Einsatz, mit dem in verschiedenen Ressorts der Landesverwaltung bereits Erfahrungen gesammelt wurden.

Weiterer Ausbau und Optimierung der Plattform

Die zweite Phase schließt unmittelbar an die erste Phase an und ist auf ein Jahr angelegt. In dieser sollen die einzelnen Komponenten in einer Plattform zusammengeführt werden. Das bedeutet für die Nutzer, dass sie sämtliche Dienste über einen einzigen Zugang (sogenannter SingleSignOn-Zugang) abrufen können. Die Phase dient außerdem dazu, die Plattform in den Regelbetrieb zu überführen. Im Zuge dessen werden die Bestandteile der Bildungsplattform weiter optimiert. 

Die letzte Phase des Aufbaus der digitalen Bildungsplattform dient einer weiteren Optimierung der vorhandenen Lösungen. Sie soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein und beinhaltet unter anderem die Fertigstellung von Teilprojekten, die Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen zugutekommen sollen. Die Barrierefreiheit der digitalen Bildungsplattform und ihrer Anwendungen wird natürlich bereits in den ersten beiden Phasen berücksichtigt.

Phasen zum Aufbau der digitalen Bildungsplattform




Phase 1: Bereitstellung von Basiskomponenten (April 2019 - Herbst 2020)

  • Identitätsmanagement
  • Lernmanagementsystem als Alternative zu Moodle
  • Dienstliche E-Mail für Lehrkräfte
  • Sicherer Instant-Messenger


Phase 2: Zusammenführung und SingleSignOn (Herbst 2020 - Herbst 2021)

  • Zusammenführung der Komponenten zu einer Plattform mit SingleSignOn-Zugang
  • Übergang in den Regelbetrieb der Plattform


Phase 3: Weiterer Ausbau und Optimierung (Herbst 2021 - Frühjahr 2023)

  • Optimierung der vorhandenen Lösungen
  • Teilhabe von Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen erleichtern
  • Anbindung von Mediendatenbanken
  • Unterstützung neuer Formen von Lehr- und Lerninhalten

Fußleiste