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Bildungsstudien

Stellungnahme zu den Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2021

Eine Hand zeigt auf eine aufgeschlagene Seite in einem Buch.
Das Kultusministerium nimmt Stellung zu den Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2021 für Baden-Württemberg.

„Auch wenn der IQB-Bildungstrends noch keine speziellen Ergebnisse für Baden-Württemberg ausweist, nehmen wir den Bildungstrend ernst. Die Ergebnisse sind nicht gut“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper. Sie fügt hinzu: „Zwei Entwicklungen halte ich für besonders bedeutend. Zum einen zeigen sich Kompetenzrückgänge bei den Schülerinnen und Schülern bei den besonders wichtigen Basiskompetenzen. Es spricht viel dafür, dass es sich hier nicht nur um einen kurzfristigen Effekt der Pandemie handelt, sondern dass sich hier eine längerfristige Entwicklung des Rückgangs der Basiskompetenzen fortsetzt, deren Entwicklung sich schon 2011 und 2016 angedeutet hat. Außerdem zeigt der Bildungstrend, dass es besonders diejenigen Schülerinnen und Schüler sind, deren Kompetenzen sich verschlechtert haben, die nicht das gut ausgestattete Elternhaus hinter sich haben. Auf diese Gruppe müssen wir besonders Acht geben. Mit beiden Entwicklungen können wir uns nicht zufrieden geben und werden uns auch nicht damit abfinden.“

„Mit Lernen mit Rückenwind haben wir bereits ein Programm aufgestellt, dass auf die Stärkung der Basiskompetenzen abzielt und insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler in den Blick nimmt, die Probleme in der Phase des Fernlernens hatten. Ich möchte deshalb alle Schulen ermuntern, die noch nicht dabei sind, den Schritt zu unternehmen und das Programm an der Schule umzusetzen. Die Schulen, die schon dabei sind, möchte ich ermuntern, gerne noch weitere Angebote zu machen, um den Schülerinnen und Schülern zu helfen – wie notwendig das ist, zeigt uns der IQB-Bildungstrend“, sagt die Kultusministerin. Sie betont jedoch auch: „Es zeichnet sich ab, dass die Maßnahmen von Lernen mit Rückenwind alleine nicht ausreichen werden, um dem Rückgang bei den Basiskompetenzen zu begegnen.“

„Aus meiner Sicht ist es in dieser Situation richtig, den eingeschlagenen Weg einer datengestützten Qualitätsentwicklung an den Schulen konsequent fortzusetzen. Und ich möchte den Lehrkräften noch mehr konkrete Unterstützung geben. Wir werden deshalb mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) alle Maßnahmen, welche die Basiskompetenzen stärken, bündeln, um ihre Wirksamkeit zu erhöhen und den Schulen diesen Rahmen zeitnah im neuen Schuljahr vorstellen“, kündigt Kultusministerin Schopper an.

In Bezug auf die Unterstützung der schwächeren Schülerinnen und Schüler kündigt sie den Einstieg in die Erprobung eines sozialindexbasierten Modells an: „Unser Bildungssystem ist nicht wirklich chancengerecht. Deswegen will ich mich auf den Weg zu einer echten Chancengleichheit machen, bei der die Einkommenssituation der Eltern nicht der entscheidende Faktor für den Bildungserfolg ist. Das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg wird deswegen einen Sozialindex entwickeln und wir wollen ein Modell erproben, bei dem der Sozialindex mitbestimmt, welche Ressourcen eine Schule bekommt. Und wir wollen auch an den Grundschulen multiprofessionelle Teams erproben, die Lehrkräfte entlasten sowie Schülerinnen und Schüler unterstützen können.“

 

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