Veranstaltungsreihe

Werte, Digitalisierung und Dynamik


In der Veranstaltungsreihe „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“ will Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann zusammen mit der Wirtschaft über die Bildung der Zukunft sprechen. Dabei stehen die drei Leitthemen Persönlichkeit, Technologie und Veränderung im Fokus, ein Fachtag schließt die Veranstaltungsreihe ab.  

Kommunikation ist in der Politik essentiell. Der bildungspolitische Dialog mit der Wirtschaft ist aber in besonderem Maß unerlässlich. Denn die Unternehmen sind für die Schülerinnen und Schüler von heute die Arbeitgeber von morgen. Ein intensiver, kritischer und konstruktiver Austausch zwischen Politik und Wirtschaft muss kontinuierlich gepflegt werden – und noch viel mehr angesichts der sich rasant verändernden Welt.

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann setzt im Jahr 2019 genau darauf einen Schwerpunkt und will deshalb mit einer Veranstaltungsreihe ab Mai diesen Dialog befördern. Unter dem Titel „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“ geht es ihr dabei vor allem um die großen Linien, das Klein-Klein soll explizit nicht im Fokus stehen. Ziel ist ein pointierter Austausch auf hoher Ebene, der auf künftige Herausforderungen abzielt, Handlungsbedarfe, Probleme, Chancen und Ansatzpunkte für die Bildungspolitik erkennt.

Drei Leitthemen im Fokus

Drei Leitthemen will Susanne Eisenmann mit Vertretern der Wirtschaft diskutieren, jeweils auf einer Abendveranstaltung, die nach dem folgenden Format ablaufen: Einführung durch die Ministerin, Impulsvortrag, Podiumsdiskussion, informeller Austausch unter den Gästen aus Wirtschaft, Politik und Schule. Diese Leitthemen sind „Werteorientierte Persönlichkeitsbildung“, „Digitalisierung und Praxis integrieren“ sowie „Veränderung und Agilität organisieren“. Das Ergebnis soll ein Katalog mit konkreten Aktionsfeldern sein, die Wirtschaft und Politik dann gemeinsam angehen, damit unsere Schülerinnen und Schüler, unsere Absolventinnen und Absolventen auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sind.

„Die Anforderungen an die jungen Menschen, an unser gesamtes Leben verändern sich tiefgreifend. Dem können wir nur Rechnung tragen, wenn wir gute Ideen und klare Anforderungen rechtzeitig artikulieren und mit Bezug auf die Praxis diskutieren“, sagt die Kultusministerin und ergänzt: „Eine Vielzahl von Sichtweisen ist dafür wichtig, aber die Anliegen, Positionen und Belange der Wirtschaft als Hauptabnehmer unserer Absolventen sind es in besonderem Maße. Darüber will ich mit den Unternehmen sprechen – ohne Scheuklappen und auf Augenhöhe.“

Persönlichkeit, Technologie und Veränderung

Werteorientierte Persönlichkeitsbildung: Wie schaffen wir es in einer Welt, in der sich die Bedingungen schnell und tiefgreifend verändern sowie die technologischen Möglichkeiten konfliktethische Fragen aufwerfen, die dafür erforderliche Persönlichkeitsbildung in das Bildungssystem zu integrieren? So lautet die Kernfrage der Auftaktveranstaltung am 2. Mai in Schwäbisch Hall. Wenn die Erwartungshaltungen widersprüchlich sind, muss die Arbeitskraft über eine starke Persönlichkeit sowie einen klaren Blick für das Wesentliche verfügen. Die Diskussion dreht sich darum, wie die Schule das Wertefundament vermitteln und mit Leben füllen kann. Denn Werte bieten Halt und Orientierung in unserer Zeit des schnellen Wandels.

Digitalisierung und Praxis integrieren: Schule muss Antworten auf die technologischen Fragen unserer Zeit liefern. Aber um erfolgreich und klug in der digitalisierten Welt zu arbeiten, müssen unsere Kinder zunächst die Grundlagen beherrschen. Denn die Schule bildet nicht für DEN einen Arbeitsplatz aus, sondern für die heutige und künftige Arbeitswelt insgesamt. Damit das Spezielle und das Generelle nicht zu kurz kommen, diskutiert die Kultusministerin am 3. Juni in Metzingen mit Wirtschaftsvertretern zur folgenden Kernfrage: Wie kann es unter Beachtung eines humanistischen Weltbilds gelingen, die durch die Digitalisierung notwendige Integration der betrieblichen Praxis in den Bildungsprozess einzubeziehen? Hierfür müssen wir zum Beispiel schulische und außerschulische Lernorte systematischer als bisher aufeinander abstimmen.

Veränderung und Agilität organisieren: Die Kernfrage der dritten Leitlinie dreht sich um die Dynamik unserer Zeit, die auch für die Bildungspläne nicht folgenlos bleiben kann. Sie lautet: Wie schaffen wir es, die Erfordernisse und Erkenntnisse aktuell und dynamisch in gute Bildung zu übersetzen, ohne dass die Qualität und die Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems darunter leidet? Dazu will Susanne Eisenmann am 19. September in Donaueschingen mit den Fachleuten aus der Wirtschaft Grundfähigkeiten und Grundwissen definieren, die ohne tiefgreifende Aktualisierung trotz der Dynamik unserer Welt Bestand haben.

Fachtagung als Abschluss

Eine Fachtagung mit drei Foren zu den Leitthemen schließt die Veranstaltungsreihe am 9. Dezember 2019 in Stuttgart ab. Dort werden die drei Diskussionsstränge zusammengeführt. Dabei will die Ministerin gemeinsam mit den Praxisvertretern Fragestellungen und Handlungsfelder herausarbeiten, die dann in die weitere bildungspolitische Arbeit einfließen.

„Ich freue mich auf den Austausch mit den Unternehmen. Natürlich werden wir nicht in allen Punkten einer Meinung sein, aber dank des gemeinsamen Dialogs können wir bildungspolitische und wirtschaftliche Aspekte herausarbeiten, die wir zusammen tragen und in unseren Branchen vertreten können“, sagt Susanne Eisenmann. „Denn nur gemeinsam können wir unsere Schüler fit für die Zukunft, fit für die Dynamik, fit für den Arbeitsmarkt im Zeitalter rasender Veränderungen machen.“

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