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Donau-Online-Projekt 2020: „die.donau.macht“

Bewerbungsfrist: 13. Oktober 2019

Macht – heißt das beherrscht werden oder selber mitwirken? Wo früher in (Donau)-Monarchien ein Herrscher die Linie vorgab, haben in einer Demokratie viele Menschen gemeinsam die Macht, Entscheidungen zu treffen. Das kann anstrengend und unbequem sein, bietet aber die Möglichkeit, sich selber einzubringen und das Gemeinwesen zu gestalten – in vielen Bereichen des Lebens.

Doch wie geht man mit unterschiedlichen Meinungen um, wie löst man die daraus entstehenden Konflikte? Welche Werte lenken unsere Entscheidungen? Wo kann ich mitentscheiden, wann entscheiden andere? Welche Verantwortung und welche Möglichkeiten habe ich? Was bestimmen Mehrheiten und wann müssen Minderheiten geschützt werden? Und welche Persönlichkeiten haben in der Geschichte des Donauraums prägende Entscheidungen getroffen, deren Auswirkungen wir heute noch spüren?

Die Idee der Demokratie wird in jedem Land anders gelebt – umso spannender, wenn sich je drei Schulklassen aus verschiedenen Ländern Europas darüber austauschen. Sie beschäftigen sich nicht nur im eigenen Unterricht mit dem Thema, sondern teilen ihre Ideen und Erkenntnisse virtuell mit Schulklassen aus anderen Donau-Ländern und setzen gemeinsam eine Idee um.

Bei dem Projekt stehen die virtuelle Begegnung und der Kontakt zwischen den Schulen im Vordergrund. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler der beteiligten Klassen erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, am Internationalen Donaujugendcamp in Ulm/Neu-Ulm vom 2. bis 8. Juli 2020 teilzunehmen, um sich auch persönlich kennenlernen zu können. Das Projekt startet im Februar 2020 mit einem Präsenztreffen der beteiligten Lehrkräfte in Bad Urach inklusive einer Fahrt zum Europäischen Parlament nach Straßburg.

Das deutschsprachige Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren. Es stehen Plätze für 27 Schulklassen zur Verfügung, davon rund neun für Schulklassen aus Baden-Württemberg. Es sollen möglichst aus allen Donauanrainerstaaten Klassen oder Gruppen beim Projekt vertreten sein.
Das Projekt der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Europa Zentrum Baden-Württemberg, dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und der Kulturreferentin für den Donauraum am Donauschwäbischen Zentralmuseum wird vom Kultusministerium Baden-Württemberg unterstützt.

Weitere Informationen unter www.donau-online-projekt.de. Bewerbungen sind bis zum 13. Oktober 2019 möglich unter www.lpb-bw.de/bewerbung_donauonline.html.

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