3 Fragen 3 Antworten
  • 27.09.2019

3 Fragen 3 Antworten mit der Ministerin. Diesmal: Vorverlegung des Einschulungsstichtags

Der Einschulungsstichtag soll beginnend mit dem Schuljahr 2020/21 in drei Schritten auf den 30. Juni vorverlegt werden. Die dafür notwendige Schulgesetzänderung soll voraussichtlich im Frühjahr 2020 vom Landtag verabschiedet werden. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann spricht im Kurzinterview von einem guten Kompromiss.

Frau Eisenmann, zum kommenden Schuljahr beginnt die gestaffelte Verlegung des Einschulungsstichtages. Können Sie diese Änderung kurz zusammenfassen?

Eisenmann: Der Plan sieht vor, dass wir in monatlichen Schritten in drei Jahren auf den 30. Juni als Stichtag vorrücken. Die gestaffelte Verlegung ist sinnvoll, damit sich die Kitaträger bestmöglich an die Neuerung anpassen können. Gleichzeitig erfüllen wir mit der Verlegung den Wunsch der Eltern. Ein guter Kompromiss, den wir nach Einbindung aller Beteiligten erzielt haben. Es ist mir wichtig, dass wir alle auch weiterhin transparent agieren und offen miteinander sprechen. Deshalb haben wir auch „Häufige Fragen und Antworten“ auf unserer Internetseite veröffentlicht, um für mehr Klarheit zu sorgen.

Klingt eigentlich nach einem bürokratischen Akt, der aber doch für viel Diskussionsstoff gesorgt hat.

Eisenmann: Ich verstehe, dass das Thema viele Eltern, aber natürlich auch die Kitas beschäftigt – und, dass es viele Fragen auslöst. Aber die Diskussion war bisweilen auch etwas aufgeladen. Zum einen müssen wir alle erst einmal abwarten, wie sich die Eltern entscheiden werden. Zum anderen müssen die Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und dem 30. September geboren sind, nach Abschluss der gestaffelten Verlegung quasi lediglich ihren Finger heben, wenn sie die Schulpflicht ihrer Kinder auslösen möchten. Das geschieht nur einfach nicht mehr automatisch. Und eines möchte ich nochmals betonen…

…nur zu.

Eisenmann: Nicht das Geburtsdatum oder ein Stichtag sollen über die Einschulung unserer Kinder entscheiden. Sondern der individuelle Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes muss ausschlaggebend sein. Das war so, das wird weiterhin so bleiben – und das ist auch gut so. Denn nur so werden wir den Bedürfnissen aller Mädchen und Jungen gerecht und ermöglichen ihnen einen guten Start für ihren Bildungsweg.

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