Einschulung
  • 15.11.2019

Vorziehen des Einschulungsstichtags

Vorziehen des Einschulungsstichtags - Bild: dpa

Das Kultusministerium steht ohne Wenn und Aber zur Zusage, den Einschulungsstichtag vom 30. September auf den 30. Juni vorzuverlegen. Um eine organisatorisch gute Lösung zu finden, hält das Kultusministerium eine Vorverlegung in drei monatlichen Schritten, beginnend zum Schuljahr 2020/21, für sinnvoll.  

Liebe Eltern,

wie Sie wissen, werden wir den Stichtag für die Einschulung vom 30. September auf den 30 Juni vorverlegen. Uns ist dabei sehr daran gelegen, die Veränderung auch gut umzusetzen, nicht zuletzt im Sinne der Eltern und vor allem der Kinder.

Für diese Stichtagsverlegung muss das Schulgesetz geändert werden. Das Kultusministerium hat deshalb einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem der Einschulungsstichtag, beginnend zum Schuljahr 2020/21, schrittweise auf den 30. Juni vorverlegt wird. Das bedeutet, dass zum kommenden Schuljahr 2020/2021 der Stichtag auf den 31. August vorverlegt werden soll, im Jahr darauf (2021/2022) auf den 31. Juli und wiederum ein Jahr später (2022/2023) auf den 30. Juni. Der Ministerrat hat am 12. November 2019 diesem Gesetzesentwurf zugestimmt und ihn zur Anhörung freigegeben. Die abschließende Entscheidung über die Gesetzesänderung trifft der Landtag, das hierfür erforderliche Gesetzgebungsverfahren wird voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen sein.

Bereits jetzt bedeutet das jedoch für Eltern, deren Kinder im September 2014 geboren sind:

  • Sie müssen Ihr im September 2014 geborenes Kind nicht an der Grundschule anmelden, denn durch die Änderung des Schulgesetzes entfällt die gesetzliche Schulpflicht für das kommende Schuljahr.
  • Sofern Sie dies wünschen, können Sie Ihr Kind jedoch an der Grundschule anmelden und lösen dadurch die Schulpflicht aus.

Mit anderen Worten: Ihr Kind kann zum kommenden Schuljahr die Grundschule besuchen, muss es aber nicht.

Eltern, deren Kinder nach dem Stichtag geboren sind und bis zum 30. Juni des folgenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben, können aber – wie bislang – die Schulpflicht durch die einfache Anmeldung an der Grundschule auslösen. So ein Stufenmodell stellt für alle Beteiligten eine gangbare Lösung dar, und auch die Kitaträger und die Kommunen können sich so schrittweise an die Neuerung anpassen.

Die Zurückverlegung des Stichtags in den Jahren 2005, 2006 und 2007 vom Juni- auf den Septembertermin erfolgte ebenfalls in drei monatlichen Schritten, um eine reibungslose Umstellung zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kultusministerium

Häufige Fragen zur Vorverlegung des Einschulungsstichtags

Was bedeutet die Vorverlegung in drei monatlichen Schritten?

Wie kann ich mein Kind vom Schulbesuch zurückzustellen?

Wie kann ich mein Kind vorzeitig einschulen lassen?

Wann wird die neue Regelung in Kraft treten?

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