3 Fragen 3 Antworten
  • 26.06.2019

3 Fragen 3 Antworten mit der Ministerin. Diesmal: Zur Veranstaltungsreihe „Elternabend“

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Elternabend" findet am Donnerstag, 4. Juli, in Karlsruhe statt. Wir haben daher mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann über die Rollenverteilung von Eltern und Lehrern gesprochen.

Im April ist die neue Veranstaltungsreihe „Elternabend“ in Ulm gestartet. Am 4. Juli geht es in Karlsruhe nun weiter. Sie wollen mit der Reihe den Dialog zwischen Lehrkräften und Eltern stärken. Was heißt das konkret?
Eisenmann: Die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ist sehr komplex. Da gibt es auch einige Stolpersteine. Mir ist es wichtig, dass wir diese umgehen – und das geht vor allem durch einen offenen und ehrlichen Austausch. An den „Elternabenden“ sollen die Lehrerinnen und Lehrer mit den Müttern und Vätern auf Augenhöhe sprechen und gegenseitig auch nicht an konstruktiver Kritik sparen. Die vielfältigen Herausforderungen der Bildungs- und Erziehungsarbeit können wir nur gemeinsam meistern.

Sie sprechen von „Stolpersteinen“. Was meinen Sie damit?
Eisenmann: Manchmal ist die Rollenverteilung nicht ganz klar. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Die Eltern leisten die Erziehungs- und die Lehrkräfte die Bildungsarbeit. Natürlich überschneiden sich diese, aber es ist schon wichtig, dass dies sowohl Eltern als auch Lehrern klar ist. Es ist toll, dass sich viele Eltern an den Schulen engagieren, aber genauso wie die Eltern nicht mit Bildungsfragen überfordert werden sollten, dürfen die Lehrer nicht mit Erziehungsfragen überfrachtet werden. In dem einen Fall würde die Erziehung, in dem anderen die Bildung leiden. Es gibt einfach Themen, die können die Lehrerinnen und Lehrer nicht leisten – und sie müssen das auch nicht.

Neben Eltern und Lehrern werden beim abschließenden Fachkongress der Veranstaltungsreihe „Elternabend“ Vertreter von Wissenschaft und Verbänden sowie auch Schüler dabei sein…
Eisenmann: …weil die Vernetzung aller Beteiligten so wichtig ist. Nur wenn wir gemeinsam auf derselben Seite des Stranges in dieselbe Richtung ziehen, profitieren die Kinder. Und das sollte das Ziel aller Beteiligten sein. Ich möchte am Ende der „Elternabende“ die verschiedenen Sichtweisen und gemeinsamen Lösungsvorschläge zusammenfügen, um das Miteinander von Elternhaus und Schule weiterzuentwickeln und so die Bildungsergebnisse zu verbessern. Denn Bildung ist das Wichtigste, das wir den Kindern mit auf den Weg geben können.

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