SCHULE
  • 02.05.2019

Schuljahr 2019/20: Anmeldezahlen für weiterführende Schulen sind da

Die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2019/20 liegen vor. Zum kommenden Schuljahr haben sich 83.606 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen Werkreal-/Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen angemeldet. Die Zahlen bleiben auf hohem Niveau stabil, an den Haupt- und Werkrealschulen sind sie sogar leicht gestiegen. 

An den öffentlichen Werkreal-/Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen haben sich landesweit 83.606 (2018: 84.637, 2017: 83.563) Schülerinnen und Schüler für die Klassenstufe 5 zum kommenden Schuljahr 2019/20 angemeldet. Damit bleiben die Anmeldezahlen in der Summe und bezogen auf die einzelnen Schularten insgesamt auf hohem Niveau stabil.

Für das kommende Schuljahr haben sich 5.205 (2018: 5.074, 2017: 5.144) Schülerinnen und Schüler an einer Haupt-/Werkrealschule angemeldet. Damit werden 6,2 Prozent der Schüler an diese Schulart wechseln (2018: 6 Prozent, 2017: 6,2 Prozent). „Die Anmeldenzahlen bei den Haupt- und Werkrealschulen sind im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise leicht gestiegen. Diese Entwicklung zeigt das Vertrauen, das diese Schulart an vielen Orten weiter genießt. Zu Recht, denn unsere Haupt- und Werkrealschulen bieten gute Anschlüsse und ein optimales Sprungbrett in eine duale Ausbildung“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Da die Anzahl an Haupt-/Werkrealschulstandorten im Land in der Summe zurückgeht, werden sich die höheren Schülerzahlen in Zukunft auf weniger Standorte verteilen.

Bei den Realschulen zeigt sich ein leichter Rückgang der Anmeldezahlen. 29.771 Schülerinnen und Schüler haben sich für eine Realschule entschieden. Im Vorjahr waren es 30.524 und 29.340 im Jahr 2017. Der Anteil der Realschulanmeldungen an den Gesamtanmeldungen bleibt allerdings ähnlich stark, 35,6 Prozent (2018: 36 Prozent, 2017: 35,1 Prozent) aller Schülerinnen und Schüler wechseln auf eine Realschule. Ebenfalls leicht zurückgegangen sind die Anmeldezahlen bei den Gymnasien im Land. Zum kommenden Schuljahr werden 36.117 Schülerinnen und Schüler an ein Gymnasium wechseln, 2018 waren es 36.303 (2017: 36.700). Trotzdem ist der Anteil der Gymnasiasten hoch: Mit 43,2 Prozent (2018: 42,9 Prozent, 2017: 43,9 Prozent) bleibt das Gymnasium nach wie vor die meistgewählte Schulart in Baden-Württemberg.

Auch an den Gemeinschaftsschulen sinkt die Zahl der Anmeldungen im Vergleich mit dem Vorjahr leicht auf 12.513 Schülerinnen und Schüler (2018: 12.736, 2017: 12.379). Insgesamt wechseln zum neuen Schuljahr 15 Prozent der Schüler im Land auf diese Schulart, 2018 waren es ebenfalls 15 Prozent und 2017 14,8 Prozent. „Die Anmeldungen an den Gemeinschaftsschulen, den Realschulen und an den Gymnasien zeigen auch in diesem Jahr, dass sich in unserem differenzierten Schulsystem alle Schularten großer Beliebtheit erfreuen“, so Eisenmann.

Hinweis

Die vorliegenden Zahlen zum Schuljahr 2019/20 beruhen auf einer Prognose und sind damit vorläufig. Die endgültigen Zahlen zu den Übergängen auf die weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2019/20 werden mit der amtlichen Schulstatistik vorliegen.

Weitere Informationen

Unterschreitet eine öffentliche Schule die Mindestschülerzahl von 16 Schülerinnen und Schülern in Klassenstufe 5, erhält der Schulträger ein Hinweisschreiben (erster Hinweis), in dem er aufgefordert wird, eine regionale Schulentwicklung durchzuführen. Wird in zwei aufeinanderfolgenden Schuljahren die Mindestschülerzahl in der Eingangsklasse nicht erreicht und stellt der Schulträger innerhalb dieses Zeitraums keinen Antrag auf eine Entscheidung (nach § 30 Schulgesetz), wird die Schule durch die zuständige Schulaufsichtsbehörde nach Erteilung eines zweiten Hinweises aufgehoben, sofern kein Ausnahmetatbestand vorliegt. Im aktuellen Schuljahr 2018/19 haben insgesamt 18 Schulen einen ersten Hinweis erhalten; darunter sind 15 Werkrealschulen, zwei Gemeinschaftsschulen sowie ein Progymnasium. Einen zweiten Hinweis haben 13 Schulen erhalten (allesamt Werkrealschulen).

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