Allgemeine Informationen zum Schulsystem

Schul- und Qualitätsentwicklung

Allgemein bildende Schulen

Qualitätsentwicklung ist Aufgabe und Auftrag für sämtliche Schulen. Die Gestaltung von Prozessen der Qualitätsentwicklung ist die einzige Möglichkeit, angesichts sich ständig verändernder Herausforderungen, den gestellten Erziehungs- und Bildungsauftrag verantwortungsvoll zu erfüllen. Der Wahrnehmung dieser Qualitätsverantwortung kommt eine herausragende Rolle zu.

Besondere Aufmerksamkeit erfahren in diesem Zusammenhang die Bildungspläne, die zum Schuljahr 2004/2005 an allgemein bildenden Schulen eingeführt wurden. Bundesweit einmalig und beispielgebend sind die Konzentration auf ein Kerncurriculum, die Freiräume der Schule zur Formulierung eines eigenen Schulcurriculums oder die Flexibilisierung von Lernzeiten im Rahmen von Kontingentstundentafeln.

Der in Baden-Württemberg eingeschlagene Weg wurde bei der Weiterentwicklung der Bildungspläne zum Schuljahr 2016/2017 kontinuierlich weiterverfolgt. Dabei wurden die gemeinsamen verbindlichen Bildungsstandards für allgemein bildende Schulen in Baden-Württemberg mit allen vorliegenden KMK-Standards (für Grundschule, Mittleren Schulabschluss, Abitur) abgeglichen. Die Wirksamkeit der Bildungspläne 2016 wird in einer auf sechs bis sieben Jahre ausgelegten Studie aus inhaltlicher und systemischer Sicht evaluiert.

Berufliche Schulen

Die Schul- und Qualitätsentwicklung an beruflichen Schulen erfolgt nach dem Qualitätsentwicklungssystem „Operativ eigenständige Schule" OES. OES zielt auf eine weitere Stärkung der pädagogischen und fachlichen Erstverantwortung der beruflichen Schulen. Im Mittelpunkt steht die Sicherung und Entwicklung der Unterrichts- und Schulqualität. Darüber hinaus wird eine Erweiterung der Gestaltungsräume in den Blick genommen.

Das Konzept OES legt den Schwerpunkt auf eine datengestützte Entwicklung in allen relevanten schulischen Bereichen - Lernen und Unterricht stehen im Zentrum. Zielvereinbarungen zwischen Schule und Schulaufsicht bilden den Leitprozess im Konzept OES.

Qualitätskonzept für das Bildungssystem Baden-Württembergs

Verschiedene Bildungsstudien und Leistungsvergleiche zeigen den Handlungsbedarf bei der Qualitätsverbesserung von Unterricht und Schule in Baden-Württemberg. Als wichtiger Beitrag zur Qualitätsentwicklung im Bildungsbereich wurden zum 1. März 2019 zwei neue Institutionen unter der Rechts- und Fachaufsicht des Kultusministeriums errichtet, das „Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung" (ZSL) und das „Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg" (IBBW). Das Qualitätskonzept ist Ergebnis eines breit angelegten Diskurses.

Das ZSL bildet den Rahmen für ein wissenschaftsbasiertes, zentral gesteuertes und auf Unterrichtsqualität fokussiertes Ausbildungs-, Fortbildungs- und Unterstützungssystem. Lehreraus- und -fortbildung werden systematisch miteinander verknüpft und somit gestärkt. Kernaufgaben des ZSL sind die zweite Phase der Lehrerausbildung, die Entwicklung der Angebote für die Lehrerfortbildung und die Bereitstellung von Beratungsangeboten beispielsweise im Bereich der Prävention, der Schulpsychologischen Dienste und der Qualitätsentwicklung von Schulen. Mehr zum ZSL finden Sie unter www.zsl-bw.de.

Im IBBW wird ein strategisches Bildungsmonitoring aufgebaut, das eine datengestützte Qualitätsentwicklung vom Kultusministerium bis hin zu den Schulen unterstützen soll. Kernaufgaben des Instituts für Bildungsanalysen sind somit die Entwicklung von Instrumenten zur Kompetenzmessung sowie zur Evaluation von Unterrichts- und Schulqualität, Systemanalysen, Bildungsberichterstattung und der Wissenschaftstransfer. Mehr zum IBBW finden Sie unter www.ibbw-bw.de.

Weitere Informationen zum Qualitätskonzept

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