Coronavirus

Ideensammlung zur Arbeit mit geistig und körperbehinderten Kindern im Schulkindergarten sowie Schülerinnen und Schüler in SBBZ in Pandemie-Zeiten

Foto: © KM
Junges Mädchen mit lockigen Haaren sitzt an einem Tisch und lächelt.

Viele Lehrkräfte machen sich Gedanken darüber, welche Möglichkeiten sie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung und insbesondere Schwermehrfachbehinderung haben, um das Ansteckungsrisiko möglichst zu minimieren. Da viele Kinder häufig verschnupft sind, speicheln und/oder Dinge in den Mund stecken, sind – neben den unbedingt erforderlichen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln (soweit möglich) – weitere vorbereitende Vorkehrungen erforderlich. Die nachfolgenden Vorschläge sind als Ideensammlung zu verstehen, die die o.g. Maßnahmen nicht ersetzen, diese jedoch unterstützen sollen.

Raumausstattung

Handlungsleitend sind folgende Fragen:

  • Welche Ausstattungsgegenstände, Materialien, Spielzeug und Lernmaterial benötige ich konkret für die Arbeit mit den Kindern, die kommen werden?
    Was kann ich aus dem Raum entfernen?
  • Was kann man gut und täglich mit Flächendesinfektion abwischen, reinigen, heiß spülen (Spülmaschine, mindestens bei 56/60 Grad Celsius, kein Öko-Programm) oder heiß waschen (bei höchstmöglicher Temperatur, mindesten 60 Grad)?

Lagerungsmaterialien

  • Sofern Lagerungsmaterialien nicht abwaschbar sind:
    Mit Baumwollstoffbezügen beziehen (gegebenenfalls Bettwäschebezüge/ Spannbetttücher nutzen) und täglich bei höchstmöglicher Temperatur (mindestens 60 Grad) waschen. Falls Kinder sehr viel speicheln, kann es sinnvoll sein, beispielsweise Lagerungskissen zuerst in große Plastiksäcke einzupacken und erst danach zu überziehen. Die Plastiksäcke werden in verknoteten Tüten über den Hausmüll entsorgt.
  • Um Verwechslungen zu vermeiden, Lätze, Handtücher und weiteres namentlich kennzeichnen und nach Gebrauch in einer verschlossenen Tüte bis zur täglichen Wäsche (bei höchstmöglicher Temperatur, mindestens 60 Grad) aufbewahren.

Spielzeug und Lernmaterialien

  • Eine individuelle Spielzeugkiste pro Kind einrichten mit einer Auswahl an Spielmaterial, das Sie täglich gut mit Flächendesinfektion abwischen, heiß abwaschen oder bei mindestens 60 Grad in der Spülmaschine oder Waschmaschine reinigen können. Ein Wäschesäckchen pro Kind hilft beim Sortieren.
    Gegebenenfalls ist ein zweites Set an Material sinnvoll.
    Eignen können sich Duplo-Steine, abwaschbares Baumaterial, Plastiktiere, Greifmaterial, folierte Bilder, Spiegel und Rasierschaum.
  • Plätze, an denen ein Kind gelagert wird, mit Dingen zum Anschauen ausstatten wie Spiegel oder Mobile (das gegebenenfalls durch ein Band bewegt werden kann).
  • Einzelne Bilderbücher können in Einzelblätter zerlegt und foliert werden. Wenn ein Folienrand übersteht, können die Blätter gelocht und in ein Ringbuch einsortiert werden.
  • Forschen Sie nach Spiel- und Fördermöglichkeiten ohne konkretes Material wie Musik, Klatsch- und Fingerspiele, Schattenspiele, Spaziergang mit Abstandsregelung.

Schutz beim Lüften

Die CoronaVO Schule vom 16. Oktober 2020 schreibt vor, dass alle Räume, die dem Aufenthalt von Personen dienen, mehrmals täglich, Unterrichtsräume mindestens alle 20 Minuten, durch das Öffnen der Fenster zu lüften sind, es sei denn, dass der Luftaustausch über eine geeignete raumlufttechnische Anlage erfolgt.

Für Kinder des Schulkindergartens und Schülerinnen und Schüler der SBBZ, die z.B. eine Strickjacke nicht oder nicht ohne Hilfe anziehen können, sind andere wirkungsvolle und zeitsparende Möglichkeiten des Schutzes erforderlich. Dies können z.B. sein:

  • Fleece- oder Wolldecke, die um das Kind bzw. die Schülerin gelegt werden kann.
  • Kinder können auf einer großen Decke gelagert werden, in die sie bei Bedarf „eingeschlagen“ werden können.
  • In die Decke wird ein Schlitz geschnitten und kann dann als Poncho übergestreift werden. Damit können sich Schülerinnen und Schüler auch bewegen, wenn die Länge entsprechend angepasst ist. auch ein Weiterarbeiten mit den Händen ist möglich.
  • In vielen Fällen kann es darüber hinaus sinnvoll sein eine geeignete Kopfbedeckung/Mütze zu nutzen.

Die Decken und ggf. Kopfbedeckungen (die die Kinder von zuhause mitbringen) müssen - um Verwechslungen auszuschließen -  mit Namen gekennzeichnet sein und am jeweiligen Platz des Kindes oder in seiner Kiste aufbewahrt werden. Eine regelmäßige Reinigung wie bei Kleidungsstücken (z.B. am Wochenende) ist notwendig; dies sollte mit den Eltern vereinbart werden. Wenn Decken eingeschnitten oder gekürzt werden müssen, eignen sich Fleecedecken, weil diese nicht ausfransen und schnell trocknen.

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