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Ratgeber Schulsport

Teilnahme am Schulsport

© LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann​


Bewegung, Spiel und Sport fördern die körperliche, seelische, kognitive und soziale Entwicklung.

Speziell der Sportunterricht leistet einen grundlegenden Beitrag zum schulischen Bildungsauftrag. Er trägt wesentlich zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei, weil Bewegung als Motor der kindlichen Entwicklung in enger Beziehung zur Sprach-, Denk- und Sozialentwicklung steht.

Schulpflicht und Fürsorgepflicht

Die Aufsichtspflicht im Rahmen schulischer Veranstaltungen ist in keinem Gesetz ausdrücklich formuliert. Landesgesetzgeber und Schulverwaltung haben bewusst auf förmliche Regelungen zur Aufsichtspflicht verzichtet. Vielmehr sollen im schulischen Kontext die Eigenverantwortlichkeit und der pädagogische Ermessensspielraum die ihnen zustehende Bedeutung erhalten. Ihre Notwendigkeit bei der täglichen Arbeit ist jedoch unbestritten. Bizer & von Alberti (2016) führen sie juristisch betrachtet auf die Konsequenz des Minderjährigen Schutzes zurück: Der Minderjährige ist für sein Tun nicht voll verantwortlich, daher füllt ein Erwachsener diese Lücke, in der Regel die Eltern. Im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1631) wird diese Aufgabe durch den Begriff der Personensorge näher erläutert: „Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen“. Nun greift der Staat in das Erziehungsrecht der Eltern ein, in dem er die Schulpflicht gesetzlich vorschreibt1. Aus dieser Verpflichtung zum Besuch einer Schule folgt, dass für die Zeit des Schulbesuchs die Pflicht zur Pflege und Erziehung und zur Personensorge und damit die Aufsichtspflicht an den Staat, in diesem Fall vertreten durch die Schule, übergeht. Somit tritt der Lehrer an die Stelle der Eltern. Auch im Rahmen der Fürsorgepflicht, welche eine Amtspflicht für einen Lehrer darstellt, hat der Lehrer gegenüber den Schüler Sorge zu tragen.

Eine weitere, in diesem Zusammenhang bedeutsame Pflicht, stellt die Garantenstellung bzw. Garantenpflicht dar. Sie beschreibt die rechtliche Pflicht, für den Schutz bestimmter Rechtsgüter einzutreten oder bestimmte Gefahren abzuwenden. Die Eltern-Kind-Konstellation mit der gültigen Fürsorgepflicht stellt eben genau diese Garantenpflicht dar. Für den Bereich der Schule wird für die Lehrkraft diese Garantenstellung aus der Verfassung des Landes Baden-Württemberg [LV Artikel 14 (1) Schulpflicht] abzuleiten sein. Daraus resultiert für die Lehrkraft die Verpflichtung, in einer gesundheitsgefährdenden Situation für den Schüler adäquat zu agieren und Schaden von ihm fern zu halten.

[1] GG Artikel 7 Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates und Landesverfassung Baden-Württemberg Art. 14 Absatz 1: Es besteht allgemeine Schulpflicht.

Grundsätzliche Teilnahmepflicht

Befreiung vom Sportunterricht

Anwesenheitspflicht

Teilnahmeregelungen in der Kursstufe

Teilnahme am Sportunterricht während der Menstruation

Schulsport bei extremen Wetterbedingungen

Fußleiste