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  • Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche Ihnen nachträglich alles Gute und viel Erfolg in 2015. Ich hoffe, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet.

Der Jahresbeginn war geprägt von den schrecklichen Ereignissen in Frankreich, die auch in den Schulen - insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Problematik radikalisierter Jugendlicher - intensiv diskutiert wurden. In meinem Schreiben vom 13. Januar 2015 habe ich bereits darum gebeten, diese Thematik an den Schulen aktiv aufzugreifen und mit den Schülerinnen und Schülern anzusprechen.

Mitschüler und Lehrer zählen häufig zu den ersten, denen Radikalisierungstendenzen bei einem Jugendlichen auffallen könnten, und deshalb kommt den Schulen hinsichtlich der Prävention eine besonders wichtige Rolle zu. Wir werden in den kommenden Monaten eine Reihe weiterer Maßnahmen und Aktivitäten zum Umgang mit dieser Herausforderung entwickeln, eine Übersicht bestehender Angebote und Fortbildungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang finden Sie in diesem Newsletter in der Rubrik Unterricht.

Auch die wachsende Zahl an Flüchtlingen, die uns bereits im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt hat, wird in 2015 weiterhin eine große Rolle an unseren Schulen spielen. Angesichts der Zunahme gewaltsamer Konflikte in aller Welt suchen immer mehr Menschen in unserem Land Schutz vor Verfolgung. Es steht außer Frage, dass wir diesen Menschen helfen und sie in unserem sicheren und wohlhabenden Land aufnehmen müssen.

Schätzungen gehen davon aus, dass rund 20 Prozent dieser Menschen schulpflichtige Kinder und Jugendliche sind. Bei der Integration dieser jungen Menschen spielt die Schule eine zentrale Rolle. Ich bin mir bewusst, dass dies eine große Herausforderung ist, und ich möchte mich bei den Lehrerinnen und Lehrern, die mit den Flüchtlingskindern arbeiten, für ihr großes Engagement an dieser Stelle ausdrücklich bedanken. Unser Ziel ist es, sie bei dieser Aufgabe künftig noch besser zu unterstützen und zu entlasten. Für das laufende Schuljahr  haben wir bereits kurzfristig 200 zusätzliche Deputate für den Unterricht von Zuwanderern und Flüchtlingen bereitgestellt; im neuen Doppelhaushalt sind zusätzliche Mittel von insgesamt knapp 25 Millionen Euro für diesen Bereich eingeplant.

Zudem arbeiten wir aktuell an verschiedenen Maßnahmen, um Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Arbeit direkt zu unterstützen. So werden die schulpsychologischen Beratungsstellen beispielsweise zum zweiten Schulhalbjahr schulartübergreifend Fortbildungen für Lehrkräfte zum Themenkomplex "Trauma" anbieten. Die Staatlichen Schulämter und Regierungspräsidien bauen ihre Fortbildungen und Seminare zur Arbeit in Vorbereitungsklassen bzw. zur Sprachförderung in beruflichen Schulen aus. Eine zusätzliche Handreichung soll weitere Hinweise zum Umgang mit traumatisierten Schülern und Schülerinnen geben.

Ein weiteres Thema, das uns über den Jahreswechsel begleitet hat, ist das Konzept zur Weiterentwicklung der Realschulen. Das Konzept, das bei vielen Beteiligten auf große Zustimmung gestoßen ist, zielt darauf ab, die Realschulen noch besser auf aktuelle und künftige Herausforderungen einzustellen. Eine Zusammenstellung aktueller Fragen und Antworten in diesem Zusammenhang finden Sie auf der Website des Kultusministerium unter folgendem Link: www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Schule/FAQ+Realschule

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