11.04.2014

Kultusminister startet Fairtrade-Schools-Kampagne


Kultusminister Stoch: „Die Kampagne bietet Schulen in Baden-Württemberg die Möglichkeit, sich aktiv für den Fairen Handel und damit für die Menschen in Entwicklungsländern einzusetzen."

Kultusminister Andreas Stoch hat heute (11. April 2014) auf dem Schultag der Messe FAIR HANDELN in Stuttgart offiziell die Fairtrade-Schools-Kampagne in Baden-Württemberg gestartet. Ab sofort können sich alle Schulen in Baden-Württemberg – von der Grundschule bis zu den beruflichen Schulen – an der Kampagne beteiligen. Mit der Auszeichnung „Fairtrade-School“ machen die Schulen deutlich, dass der Faire Handel einen festen Platz im Schulalltag hat. „Die Kampagne bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich aktiv für den Fairen Handel und damit für die Menschen in Entwicklungsländern einzusetzen. Wir wollen Kinder und Jugendliche frühzeitig auf den immer komplexer werdenden Alltag und die Verflechtungen in der globalisierten Welt vorbereiten. Deshalb werden wir im neuen Bildungsplan das Themenfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung deutlich stärken“, sagte Kultusminister Andreas Stoch. Die Fairtrade-Schools-Kampagne steht unter der Schirmherrschaft des Kultusministers.

Eine Fairtrade-Schule verpflichtet sich, den Fairen Handel langfristig in ihre Strukturen zu integrieren. In der Schule werden fair gehandelte Produkte verwendet und bei schulischen Aktivitäten wie Projektwochen oder Schulfesten eingesetzt. Im Unterricht wird der Faire Handel thematisiert. Nach dem offiziellen Startschuss der Kampagne zeichnete der Kultusminister zwei Schulen als Fairtrade-School aus: die Kaufmännische Schule Heidenheim und die Mooslandschule Ottersweier. Die Schülerinnen und Schüler dieser Schulen hätten sich mit ihren Aktionen vorbildlich für den Fairen Handel engagiert.

Gefördert wird die landesweite Kampagne vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und vom Staatsministerium Baden-Württemberg. Die Koordination liegt bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Unterstützt wird sie dabei von weiteren entwicklungspolitischen Akteuren aus dem Land wie dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und dem Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPIZ). „Ganz im Sinne der Entwicklungspolitischen Leitlinien für Baden-Württemberg arbeiten Stiftung, Zivilgesellschaft und Ministerien Hand in Hand, um Kindern und Jugendlichen entwicklungspolitische Fragestellungen näherzubringen“, freut sich der für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Minister Peter Friedrich.

Die Fairtrade-Schools-Kampagne wurde vom Kölner Verein TansFair e.V. 2012 ins Leben gerufen. Die Kampagne gab es bislang zwar nur in Nordrhein-Westfalen. Dennoch sind inzwischen bereits zwei Schulen aus Baden-Württemberg als Fairtrade-School ausgezeichnet worden, das Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim und das Schulzentrum St. Hildegard in Ulm. Das Hellenstein-Gymnasium ist die erste Fairtrade-School in Baden-Württemberg und wurde Anfang 2013 von Kultusminister Andreas Stoch ausgezeichnet.

 

Alle Informationen zur Kampagne und zu den Teilnahmekriterien findet man auf www.fairtrade-schools.de.

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