Schulnahe Jugendbildung

Politische Bildung Jugendlicher und Partizipation


Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden gesellschaftlichen Bereichen ist eine dringliche Aufgabe, die alle politischen Ressorts betrifft. Beteiligung als wesentliches Element einer lebendigen Demokratie muss für Mädchen und Jungen früh erlebbar und erfahrbar sein. Vor allem daraus erwächst eine grundlegende Motivation für junge Menschen, mitzureden, sich einzubringen und mitzugestalten.

Kinder und Jugendliche wollen nicht nur zur Demokratie "angestiftet" werden, sondern brauchen vor allem verständige Begleiterinnen und Begleiter in Politik, Verwaltung und in der schulischen und außerschulischen Jugendbildung, die ihnen Mut machen für das Engagement "in eigener Sache". Hierzu sind kinder- und jugendgerechte Formen der Kommunikation, eine partnerschaftliche Moderation der Interessen und kreative Strategien der Realisierung von Vorteil.

Beispiele zu interessanten Projekten für Einmischung, Mitarbeit und Teilnahme Jugendlicher bei und an Aktionen des öffentlichen Lebens befinden sich auf Jugendnetz Baden-Württemberg.

Nicht zuletzt mit Blick auf die Senkung des Wahlalters wurde zusätzlich gemeinsam mit dem Studienhaus Wiesneck, der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und dem LSBR das Schülermentorenprogramm zur politischen Bildung Jugendlicher entwickelt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Fahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts

Im Rahmen des Landesjugendplans fördert das Land Baden-Württemberg seit 1989 Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts. Die Fahrten sollen jungen Menschen ermöglichen, sich mit den Grauen des Nationalsozialismus und der totalitären Herrschaft und ihrer Folgen auseinanderzusetzen.

Die Förderung der Studienfahrten dient dazu, Schulklassen und Jugendgruppen die Möglichkeit zu geben, die Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts vor allem in Baden-Württemberg zu besuchen. Fahrten zu anderen, insbesondere weiter entfernt gelegenen Gedenkstätten, können bei Vorliegen besonderer Gründe bezuschusst werden.

2014 wurden 309 Projekte mit rund 21.580 Teilnehmern gefördert. Die überwiegende Anzahl der Projekte wird von schulischen Gruppen durchgeführt.
Förderanträge sind an das jeweils zuständige Regierungspräsidium zu richten.

Aktuelle Informationen über Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts erhalten Sie über die Internetseite der Landeszentrale für politische Bildung  (Gedenkstättenreferat) und dem Landesbildungsserver.

Zuständig sind auch die Regierungspräsidien.

Jugendstudie

Beispiel eines innovativen Projekts ist die Jugendstudie (ehemals Jugendsurvey), die bereits dreimal durchgeführt wurde. An der Studie durch die Jugendstiftung Baden-Württemberg und den Landesschülerbeirat (LSBR) beteiligen sich seit 2011 über 2.000 Jugendliche, die zu Themen wie Schule, Engagement, Freizeitgestaltung und Berufswünsche befragt werden. Die Studie hat für das Land eine große Bedeutung: Mit der Jugendstudie liegt erstmals eine Befragung von Jugendlichen im Land in diesem Umfang vor und erstmals wurden Jugendliche selbst über den LSBR an Konzeption und Durchführung dieser Umfrage beteiligt.

Weiterführende Links

Jugendstudie 2015

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